10 aus 55 - meine Top-Konzerte 2011

2011 war ein großartiges Konzertjahr, keine Frage. Fünfundfünfzig Konzerte, darunter viele Highlights - Zeit also, die Top 10 zu küren.

Platz 10 - 03.02. THE MEMBERS, Zwölfzehn, Stuttgart
Die New-Wave-Legende in Form drei älterer Herren, die ein ebenso altes, aber begeistertes Publikum gerockt haben. Im Anschluss gab's noch ein längeres, sehr freundliches Gespräch mit JC Caroll, Chris Payne und Rat Scabies (!).

Platz 9 - 28.12. IRIE RÉVOLTÉS, LKA, Stuttgart
Kurz vor Jahresende haben sich die fröhlichen Aufständischen aus Heidelberg in meine Top 10 gespielt. Ein unglaublicher Gig im lang vorher ausverkauften LKA. (wie Open Season, Sara Lugo, die Ohrbooten und The Magic Touch waren sie eine der vielen Entdeckungen auf dem Chiemsee Reggae Summer)


Platz 8 - 02.12. ELLWOOD, Goldmarks, Stuttgart
Wenn sich eine Band ankündigt, die im Wesentlichen aus den Mitgliedern der Mad Caddies besteht, sollte man eigentlich erwarten, dass der Club - zumal, wenn er so klein ist wie das Goldmark's - aus allen Nähten platzt. Weit gefehlt! Vor knapp 100 Zuschauern haben die kalifornischen Sunnyboys ein phantastisches Gute-Laune-Konzert hingelegt. (Review)

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Platz 7 - 30.07. THE MAMAKU PROJECT, Galào, Stuttgart
Die neuseeländischen Ethno-Elektroniker um die tolle Sängerin Tui Mamaki waren eines der überraschendsten Konzerte des Jahres. Manchmal ist es ganz gut, wenn man sich auf die Tipps von Galao-Reiner verlässt... (Review)

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Platz 6 - 08.05. O'DEATH, Manufaktur, Schorndorf
O'Death haben mit Outside eines der besten Alben des Jahres rausgehauen. Umso bedauerlicher, dass sich im Mai gerade mal 20 Zuschauer in der Manufaktur eingefunden haben. Vor allem, da sie mit Capillary Action auch eine absolut bemerkenswerte Support Band dabei hatten.

Jgadjabb

Platz 5 - 28.08. JIMMY CLIFF, Chiemsee Reggae Summer, Übersee
Der diesjährige Chiemsee Reggae Summer (Review) war ohnehin schon reich an Highlights, aber Altmeister Jimmy Cliff war für mich eindeutig der Höhepunkt dieses herrlichen Sommer-Wochenendes.


Platz 4 - 20.06. DEVOTCHKA, Schocken, Stuttgart
Devotchka haben wir ja bereits 2010 als Vorband von Gogol Bordello gesehen. Ihr Solo-Konzert im Schocken war dann leider ziemlich dünn besucht, und das obwohl sich hier eine Grammy-gekührte Band die Ehre gab. Ihr aktuelles Album ist spitze. Jedenfalls haben sie sich mühelos einen Platz in meinen Top-10-Gigs erspielt. (Review)

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Platz 3 - 12.09. ART BRUT, Schocken, Stuttgart
Ganz klar: Punk Rock ist nicht tot! Die etwas in Vergessenheit geratenen Art Brut haben ein mehr als eindrucksvolles Set im Schocken hingelegt. (Review)

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Platz 2 - 24.09. THE SPECIALS, E-Werk, Köln
Was soll ich sagen? Das ist natürlich Musik-Geschichte. Die Reunion des Jahres 2009 nun auch in Deutschland. Dieses kurze aber heftige Konzert war allemal die lange Fahrt nach Köln wert! (Review)

Ccijjbef

Platz 1 - 23.07. THE INDELICATES, Galào, Stuttgart
Ja, die Indelicates! Nicht nur die musikalischste, schlaueste, sympathischste, lustigste und britischste Band aller Zeiten - sie sind auch die, die mir das herzlichste und persönlichste Konzert des Jahres bereitet haben. In Form einer exklusiven Super Special Edition im Café Galao. Sensationell. Wann schon kann man seine Lieblingsband exklusiv - quasi zum Anfassen ;) - buchen und sich sogar die Setlist wünschen? (Review)

(Schöner Nebeneffekt: dieser Gig war quasi mein Einstieg als Schreiber fürs Gig-Blog, was mir eine große Ehre und Freude ist und mir seitdem weitere lustige Konzerte beschert hat)

Schauen wir mal, was 2012 bringen wird, die ersten Konzerthöhepunkte sind ja schon in Sicht...

Ellwood: kalifornische Coolness im Goldmarks

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Wenn eine Band gut war und der Eintrittspreis noch Luft lässt, kauf ich mir gerne mal was am Merchandising-Stand. Wenn Sie sehr gut wahr, darf's auch ein bisschen mehr sein. Beim gestrigen Konzert der kalifornischen Strahlemänner Ellwood habe ich das T-Shirt und - obwohl als MP3 bereits vorhanden - gleich noch die CD erstanden. Und dann habe ich mir den Tonträger auch noch von allen Bandmitgliedern signieren lassen... Das sagt wohl alles!

Hier hat eine wirklich großartige, supersympathische und extrem coole Band das Goldmarks gerockt - und sich mühelos in meine Liste der 10 besten Gigs 2011 gespielt! Schade, dass es nicht richtig voll war. Alle, die da waren, hatten jedenfalls allergrößten Spaß!

Mangels eigenem Material hier zwei Mitschnitte aus Hamburg:

52 Songs - Beim Thema #22 "Grusel" steig ich ein...

Konnas Projekt 52 Songs verfolge ich seit einiger Zeit bei 49suns und mokita. Die Idee ist so simpel wie bestechend: 52 Wochen lang gibt's ein Thema und alle teilnehmenden Blogger stellen einen Song vor, der Ihnen dazu einfällt...

Und zum Thema Nr. 22 "Grusel/Horror" musste ich natürlich sofort an den Country Death Song von Violent Femmes denken. Die bedrückende Atmosphäre, der hypnotische Basslauf, der schleichende Wahnsinn... Und die wirklich gruselige Story.

Seht und hört selbst. Hier als feines Animationsvideo

Und hier der Text, für alle, die es genauer wissen wollen

Album-Review: The Mood a.k.a. - 100% Soul Grown

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Dies ist ein Album mit langem Anlauf. Da spielen "The Mood a.k.a." aus Stuttgart seit den späten 1980er Jahren traditionellen Ska, Rocksteady und Early Reggae - und bleiben über all die Jahre ein Geheimtipp für die wenigen Kenner dieses Genres. Unzählige Gigs, eine EP und ein paar Beiträge auf einschlägigen Samplern sind die Bilanz, ein eigenes Album kommt dabei aber nie heraus. Ska-Moden und Trends kommen und gehen, die Third Ska Wave, Ska-Punk und Ska-Pop, das 2-Tone-Revival und Balkan Ska sind gekommen und gegangen. Doch neuerdings besinnen sich immer mehr Bands auf die traditionellen Quellen des Jamaica-Offbeats.

Während international die stilprägenden Aggrolites, die Upsessions aus Holland, die Ratazanas aus Portugal oder die spanischen Los Granadians ziemlich erfolgreich den Early Reggae zelebrieren, ist die einschlägige Szene in Deutschland noch relativ klein.

Die Zeit ist reif für The Mood a.k.a. Und glücklicherweise passiert genau das, was passieren musste: das baskische Label Brixton Records, das auf genau diesen Sound spezialisiert ist, bringt mit gut 20 Jahren Verpätung das erste Album von The Mood a.k.a. heraus.

Auf "100% Soul Grown" versammeln sich 12 Titel aus der langen Schaffenszeit von The Mood a.k.a. und bilden das ganze Spektrum ihrer Musik ab. Rocksteady und Ska dominieren, aber auch ruppigerer Skinhead Reggae und sanftere Balladen sind zu hören. Der markante, teilweise harte Riddim von Frontmann Josi Höger treibt die Titel voran und die Musik geht direkt in Bauch und Beine. Ohnehin lebt der ganze Sound davon, dass er sparsam instrumentiert und sehr präzise gepielt ist.

We're in the mood - get ready!

Gleich die ersten Titel machen klar, dass diese Musik nicht fürs stille Kämmerlein gedacht ist. Und spätestens bei "Ska in the Backyard" sollte jeder in Bewegung geraten sein. "Rudie Don't Care" ist ein ganz alter Mood-Titel, Gastsänger ist hier kein geringerer als Roddie Moreno, Frontmann von The Oppressed und Urgestein der SHARP-Bewegung. Li Wunsch, Bassistin und Background-Sängerin kommt (leider) nur einmal ans Mikrophon: "Move On Boy" ist allerdings ein echter Ohrwurm. Mit "Gal I Love You" und "Missing You" sind auch zwei ruhigere Lovers Rock Tracks enthalten, die das Album abrunden. Kurzum: ein Muss für jeden Offbeat-Fan! Mein Hit und Anspieltipp: "Don't Play Their Game".

Ok, vielleicht hätte man aus dem reichhaltigen Repertoire noch ein paar Titel mehr auf das Album packen können, so fehlen zum Beispiel "We All Are One" oder einer der Northern-Soul-Tracks, die The Mood a.k.a. live spielen. Aber wir wollen nicht meckern: unter den 12 Titeln ist kein schwacher zu finden. All killers, no fillers!

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The Mood a.k.a. - Fanpage bei Facebook


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Rude Connection reloaded: Sushi & Beer Tour 2011

Jetzt ist es amtlich: die bewährte Rude Connection, bestehend aus den Ska Bands The Spymaker (Nagoya, Japan) und Nu Sports (Stuttgart) geht wieder auf Tour
Alle Tourdaten gibt es bei Songkick, bei Last.fm und bei Facebook:

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14.11.2011 Stuttgart, Schlesinger (Viva Con Agua Benefiz Gig)
15.11.2011 Ulm, Hemperium
17.11.2011 Wermelskirchen, AJZ Bahndamm
18.11.2011 Saalfeld, Klubhaus (mit den Tornados)
19.11.2011 Nürtingen, Jugendhaus am Bahnhof

Enjoy yourself! The Specials in Köln

Groß ist die Gefahr, dass allzu hohe Erwartungen enttäuscht werden. Beim Specials-Gig in Köln ist dies allerdings nicht passiert - im Gegenteil: trotz exzessiver Internet-Vorberichte wurden sie sogar noch übertroffen. Definitiv eines der besten Konzerte des Jahres.

Die ganze Story gibt's in meinem Konzertbericht beim Gig-Blog...

Hier ein paar Bilder und ein Video (mehr war nicht drin bei dem Aufruhr in den ersten Reihen ;) )

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